Zollbestimmungen der Schweiz:

Wer sie kennt, hat die Nase vorn!

Zollbestimmungen-der-Schweiz

Der (Schweizer) Zoll - Eine Qual

Im traditionellen Handel kennt man ihn schon seit dem Mittelalter - den ungeliebten Zoll. Jeder, der Container mit Waren in die Ferne exportiert, macht unweigerlich mit diesem komplexen Thema Bekanntschaft.

Größere Handelsunternehmen beschäftigen sogar interne oder externe Fachkräfte, die ganz auf dieses Thema spezialisiert sind.

Im noch relativ jungen Cross Border E-Commerce ist das nicht unbedingt der Fall bzw. möglich. Unerfahrene Händler und insbesondere die Schweizer Shopper sind oftmals mit den komplexen Regelwerken rund um die Zollbestimmungen in der Schweiz und die Einfuhrumsatzsteuer in der Schweiz überfordert.

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Doch wer in die Eidgenossenschaft exportiert, kommt an den Themen Zoll in der Schweiz und Einfuhrumsatzsteuer in der Schweiz nicht vorbei. Inmitten der EU stellt die Schweiz heute eine Zoll-Insel, aber auch eine E-Commerce Perle, dar.

Für Online-Händler sind nicht mehr die Alpen das größte Hindernis, sondern der Zoll. Viele Händler aus der EU sind es aufgrund der Handelsfreiheit innerhalb des Euroraums schlichtweg nicht mehr gewohnt, sich beim Export ihrer Artikel dieser Thematik zu widmen.

Doch jeder Onlineshop ist gut beraten, sich das Thema „Zoll in der Schweiz“ gut anzusehen - aus der eigenen Perspektive und auch aus der des Kunden! 

Eine optimale Abwicklung des Zolls in der Schweiz bringt für Sie als Händler erhebliche Kosten- und Zeitersparnisse. Bist Du Fashionhändler und möchtest Deine Zollkosten optimieren? Dann haben wir den passenden Artikel dazu.

Weniger Kosten und mehr Komfort für Ihre Kunden verbessern die Customer Experience. Die Verzollung wirkt sich also indirekt positiv oder auch negativ auf Ihre Kennzahlen aus!

Sie werden sehen: Die damit verbundene Zeit- und Kostenoptimierung trägt Früchte! Ebenso die Tatsache, dass Sie damit die Erstzustellungsquote massiv erhöhen können. All das wirkt sich positiv auf Ihre E-Commerce KPIs aus.

Die wichtigsten positiven Effekte:

  • Steigerung der Wiederkaufsrate (Repeat Purchase Rate)
  • Erhöhung der Empfehlungsrate (Referral Rate)
  • Höhere Kaufabschlussrate (Conversionrate): Wenn Sie prominent auf verschiedenen Plattformen promoten, dass der Schweizer Kunde bereits beim Checkout alle Steuern und Zölle bezahlt hat, ist das ein ganz wichtiger Wettbewerbsvorteil. Weitere Details dazu finden Sie im Blog „DDP-Logistik“.
Höhere Klickraten bei digitalen Werbemaßnahmen (Click-Through-Rate): Wenn Sie etwa in Ihrem Facebook-Account oder in den Google Ads erwähnen, dass Steuern und Zölle bei Ihnen im Checkout inkludiert sind, sind Sie der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus!

 

In den folgenden Absätzen finden Sie einen ersten Überblick über das Thema Zollbestimmungen in der Schweiz.

Die Bestimmungen rund um den Zoll in der Schweiz sollten für Sie als E-Commerce-Händler eine Pflichtlektüre sein. Nur so können Sie reibungslos und damit erfolgreich Ihre Produkte in der Schweiz vermarkten! 

Als Unterstützung stellt Dir das Team von Asendia Switzerland hochwertige Detailinformationen in unseren Blog-Fachartikeln zur Verfügung. Diese werden weiter unten an entsprechender Stelle verlinkt.

Wenn Sie Sich gerne Fotostories von Betriebsausflügen ansehen, oder einen Repost über die diesjährigen Wachstumszahlen von Amazon lesen möchtest, sind Sie im Asendia-Blog an der falschen Adresse!

So optimieren Sie Ihre Zollbelastung und die Verzollungskosten

Sie kennen den Begriff vermutlich aus dem traditionellen Handel: Der Begriff Incoterms, englisch „International Commercial Terms“, steht für „Internationale Handelsklauseln“.

Derzeit gibt es elf dieser freiwilligen Klauseln zur Abwicklung des internationalen Warenhandels. Diese werden als Incoterms 2010 zusammengefasst. Für den E-Commerce sind jedoch nur zwei Incoterms relevant – DAP und DDP.

In diesem Zusammenhang werden wir noch die Begriffe postalische versus kommerzielle Verzollung erklären. Bei der kommerziellen Verzollung gibt es wiederum zwei Varianten: die Einzel- und die Sammelverzollung, die je nach Produktportfolio und Sendungsprofil Vor- und Nachteile bieten. 

 

DAP Verzollung - nicht immer die optimale Verzollungslösung

Bei dieser Methode übergeben Sie Ihre Sendungen einem Zustelldienstleister, der die Waren auch in der Schweiz bis zum Kunden bringt.

Das Entscheidende dabei ist, dass Sie diesem Partner auch die Verzollung überlassen. Ihr Dienstleister verzollt entweder selbst, oder übergibt die Sendungen zur Verzollung an die Schweizerische Post. Hier kommen nun die Freigrenzen ins Spiel.

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Der Großteil der Cross Border E-Commerce-Händler wählt diese Variante und verschickt seine Waren DAP, was für „Delivery at Place“ steht. Das bedeutet:

  • Bei einer Lieferung auf Basis DAP ist der Verkäufer für die Lieferung der Ware inklusive der Transportkosten bis zum benannten Bestimmungsort beim Käufer zuständig. Ausdrücklich ausgenommen sind die Kosten für die Durchführung sämtlicher Einfuhrformalitäten bzw. der Formalitäten rund um den Einfuhrzoll in der Schweiz. Dies obliegt dem Käufer. Daher bezahlt der Empfänger sämtliche Abgaben, die mit der Einfuhr bzw. dem Zoll in der Schweiz und der Einfuhrumsatzsteuer für die Schweiz zusammenhängen.

Für den Schweizer Shopper/Empfänger bedeutet das:

  • Sollten die Mehrwertsteuer der Schweiz und/oder der Zoll über den Freigrenzen liegen, muss er sämtliche Abgaben beim Empfang der Sendung an der Haustür bezahlen. Ist er bei der Zustellung der Sendung nicht anwesend, bzw. kann er die ausstehende Mehrwertsteuer für die Schweiz bzw. den Zollbetrag nicht entrichten, wird die Sendung zur Abholung avisiert.

Wieso DAP nicht die beste Lösung ist


DAP: die beste Lösung für Warenkörbe unterhalb der Freigrenzen

Für Sie als E-Commerce-Händler kann es durchaus sinnvoll sein, Ihre Waren mit den Incoterms DAP in die Schweiz zu versenden. Das trifft beim Cross Border E-Commerce jedoch nur unter bestimmten Bedingungen zu.

Wie die obige Definition erklärt, sind Ihre Kunden grundsätzlich für etwaige Zölle und die Mehrwertsteuer der Schweiz verantwortlich. Wie die meisten anderen Länder hat auch die Schweiz Freigrenzen, sowohl für den Zoll als auch für die Mehrwertsteuern. Wir erklären Ihnen gleich, wo diese liegen. 

Warum erwähnen wir die Freigrenzen überhaupt? Wenn Sie mit Ihren Warenkörben immer unter diesen Freigrenzen liegen, sollten Sie eher den Incoterm-DAP verwenden. Das wird für Sie und somit für Ihre Kunden vermutlich die kostengünstigste Variante sein.

Liegt der Waren- oder der Zollwert Ihres Produktportfolios unterhalb der Freigrenzen, fallen für die Postverzollung keinerlei Gebühren an. Daher sind die DAP-Logistik bzw. die Postverzollung hier die erste Wahl.

  • Bleiben Sie unter den Freigrenzen, bezahlen Sie und Ihre Käufer null Schweizer Franken für die Verzollung!

 

DAP: die schlechteste Lösung bei Warenkörben über den Freigrenzen

Sollten Sie Ihre Waren mit den DAP-Incoterms versenden, hat das für Shopper, deren Sendungen oberhalb der Freigrenzen liegen, negative Folgen!

  • Kosten: Versenden Sie aus den Nachbarländern der Eidgenossenschaft, muss Ihr Kunde durch die Zollkosten in der Schweiz mit Mehrbelastungen von rund 15 CHF rechnen! Sollte er von weiter weg bestellen, liegen diese Mehrkosten sogar bei rund 20 CHF. 
  • Customer Experience: Wie bereits in der Definition der DAP-Incoterms erklärt, greift in diesem Fall das sogenannten C.O.D Verfahren. C.O.D. steht für „Collect On Delivery“. Das bedeutet, dass Ihr Kunde die Mehrwertsteuer der Schweiz, den Zoll und die Postverzollungsgebühren an der Haustüre beim Postboten bezahlen muss. In diesem Fall dürfte die Customer Experience der Schweizer Kunden also eher bescheiden ausfallen.

DDP in der Schweiz: Richtig auf die Zollkosten adaptieren

Beim DDP-Prozess geht es um die Überführung Ihrer Waren in die Schweiz. Mehr dazu.

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Dabei müssen Sie die Waren zolltechnisch korrekt aus dem Ursprungsland aus- und anschließend in die Schweiz einführen. Ist dieser Verzollungsprozess abgeschlossen, werden Ihre Sendungen in das Zustellnetz Ihres Logistikers eingespeist.

Das hört sich zunächst schwierig an, ist aber mit einem professionellen Partner wie Asendia eine überschaubare Investition an Zeit und Geld.

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Bei einigen Großen Online-Händlern ist die DDP-Logistik aufgrund ihres positiven Einflusses auf die E-Commerce-Kennzahlen bereits Bestandteil des Customer Experience Managements.

Der Incoterm-DDP steht für:

  • Bei einer Lieferung auf Basis DDP („Delivered Duty Paid" - "Geliefert verzollt") bringt der Verkäufer die Ware auf eigene Kosten und Gefahr bis an den Bestimmungsort im Exportland. Dabei muss er alle anfallenden Formalitäten erledigen. Zudem trägt der Verkäufer neben allen Kosten auch alle Einfuhrabgaben bzw. Zollkosten für die Schweiz. DDP entspricht formal der DAP-Versendung plus Zoll- und Steuerabwicklung.

In der Praxis bedeutet das für Ihren Schweizer Shopper bzw. Empfänger: 

  • Der Zoll in der Schweiz ist für ihn kein Thema. Er muss beim Empfang der Sendung an der Haustür keinerlei Abgaben entrichten. Die Sendung wird wie eine nationale Lieferung zugestellt!

 

DDP-Incoterms: zu teuer für den Warenversand unterhalb der Schweizer Freigrenze!

Wie Sie oben gelernt haben, fallen für Sendungen unterhalb der Freigrenzen keine postalischen Zollkosten für die Schweiz an. Das ist beim DDP-Ansatz nicht so.

Hier findet eine kommerzielle Verzollung statt, die ein Dienstleister erledigt. Da dieser seine Leistung auch dann erbringt, wenn die Sendung unterhalb der Freigrenzen liegt, fallen auch in diesem Fall Kosten an. 

Diese Kosten variieren je nach Methode und Sendungsstruktur. Entscheidend ist, wieviel und wie viele verschiedenen Waren Sie versenden. Anders als bei der DAP-Variante bzw. der postalischen Verzollung müssen Sie also als Händler diese Kosten tragen.

Der logische Schluss: Wenn Ihre Sendungen fast ausschließlich unterhalb der Freigrenzen bleiben, ist ein Versand nach DDP-Incoterms reine Verschwendung!

 

DDP Verzollung: Perfekt für Kunden, die Waren über der Freigrenzen bestellen

Bei dieser Lösung tragen Sie höhere Kosten als bei der postalischen Verzollung. Ihre Kunden hingegen profitieren: Sie bezahlen wesentlich weniger.

Für sie ist diese Art der Cross Border E-Commerce Kundenreise perfekt. Am Ende des Tages können Sie Ihre Mehrkosten für die kommerzielle Verzollung im Checkout einpreisen.

Die Faustregel dafür liegt bei rund 2.50 CHF pro Sendung. Bei einem größeren Volumen können die Kosten auch deutlich geringer sein.

Zollbestimmung und Mehrwertsteuer in der Schweiz

 

Zollfreibetrag beim Export in die Schweiz

Hier noch einige wichtige Hinweise für Sie zu den Freigrenzen des Schweizer Zolls, der Einfuhrumsatzsteuer für die Schweiz bzw. zur Mehrwertsteuer. Wie jedes Land kennt auch die Schweiz Freigrenzen bei der Einfuhr von Waren.

Genauer gesagt existieren sogar zwei Freigrenzen: Eine bezieht sich auf die Mehrwertsteuer in der Schweiz, die andere auf Zölle. In beiden Fällen liegt der Grenzwert bei 5 CHF. Was heißt das genau?

 

Regelungen zur Einfuhrumsatzsteuer des Schweizer Zolls

Liegt der Transaktionswert, also der Warenwert, die Frachtkosten sowie allfällige Zölle unter 65 CHF (Produkte mit einem Mwst.-Satz = 7.7%) bzw. unter 200 CHF (Produkte mit einem Mwst.-Satz = 2.5%), wäre die Mehrwertsteuer geringer als 5 CHF und entfällt daher.  

Bitte beachten Sie dabei: Der Transaktionswert setzt sich immer aus dem Warenwert, den Transportkosten, den anfallenden Zöllen und etwaigen Verzollungsgebühren zusammen!

 

Ein wichtiger Hinweis: die Mehrwertsteuer-Revision

Beachten Sie bitte auch, dass in der Schweiz am 1.1.2019 eine Mehrwertsteuer-Revision in Kraft getreten ist. Diese Änderung im Schweizer Mehrwertsteuerrecht ist nur für Händler relevant, die mit sogenannten "Kleinwaren“ mehr als 100.000 CHF Umsatz erwirtschaften.

Diese müssen sich nun in der Schweiz registrieren und sämtliche Mehrwertsteuern abführen. In diesem Fall müssen auch Mehrwertsteuern in der Schweiz abgeführt werden, die eigentlich aufgrund der Freigrenze (Zollfreigrenze für die Schweiz) von 5 CHF entfallen würden.

 

Die Freigrenzen-Regeln beim Zoll in der Schweiz

Analog zur Mehrwertsteuer in der Schweiz entfallen auch Zölle, die unter 5 CHF liegen. Der zu zahlende Zoll in der Schweiz gilt pro 100 kg des jeweiligen Bruttogewichts der Ware (dieser variiert also je nach Produkt). 

 

Gut zu wissen: Einzel- versus Sammelverzollung

Wie bereits erwähnt, kennen die Zollbestimmungen in der Schweiz bei der kommerziellen Verzollung zwei Varianten: die Einzel- und die Sammelverzollung.

Welche Variante für Sie besser ist, hängt von der Volumenstruktur bzw. dem üblichen Aufbau Ihrer täglichen Lieferungen und den vorgesehenen Service-Prozessen ab.

Faktoren bei der Volumenstruktur:

  • Höhe der durchschnittlichen Zollansätze pro 100 kg Ware
  • Anzahl der Sendungen pro Lieferung
  • Anzahl der benötigten HS-Codes    
  • Durchschnittsgewicht der einzelnen Sendungen
  • Durchschnittliche Warenwerte (Summe aus Bestellwert, Lieferkosten und Zoll) 

Faktoren bei den Service-Prozessen:

  • Nationale oder internationale Retouren-Adresse?
  • Sollen die Retouren rückverzollt werden?

 

So funktioniert die Sammelverzollung in der Schweiz

Bei der Sammelverzollung liefern Sie Ihre einzelnen Sendungen konsolidiert per Fracht in die Schweiz. Bei der Verzollung durch einen Verzollungsagenten werden laut der Zollbestimmungen in der Schweiz alle einzelnen Sendungen jeweils als eine Sendung verzollt. 

Hier ein Beispiel: Angenommen Sie senden hundert Sendungen, die jeweils 1 kg wiegen. Um das Ganze zu vereinfachen, gehen wir davon aus, dass alle dasselbe Produkt enthalten mit einem Zollsatz von 4.50 CHF/kg.

Da die Sammelverzollung die einzelnen Sendungen zusammenfasst, setzt der Zollbeamte 100 kg zur Verzollung an - es werden also 450 CHF fällig. 

Gleiches gilt für die Mehrwertsteuer in der Schweiz. Kosten die einzelnen Sendungen jeweils 55 CHF, setzt der Zoll (55 X 100) 5500 CHF als Basis für die Mehrwertsteuerberechnung an. Beträgt der Mehrwertsteuersatz für dieses Produkt 7.7%, wird ein Betrag von 5500 CHF x 7.7% (= 423.50 CHF) fällig.

 

Zoll Schweiz - Die kommerzielle Einzelverzollung

Bei der Einzelverzollung liefern Sie Ihre einzelnen Sendungen konsolidiert per Fracht in die Schweiz. Anders als bei der Sammelverzollung verzollt der Verzollungsagent dabei alle Sendungen separat. 

Wir bleiben bei dem eben genannten Beispiel: Sie verschicken hundert Sendungen, die jeweils 1 kg wiegen und deren Zollsatz bei 4.50 CHF/kg liegt. Da man bei der Einzelverzollung die einzelnen Sendungen separat betrachtet, wird der Zoll in diesem Fall 1 kg zur Verzollung ansetzen.

Es würden also theoretisch 4.50 CHF fällig. Da dieser Betrag jedoch kleiner ist als die Zollfreigrenze in der Schweiz von 5 CHF, werden tatsächlich 0 CHF fällig.  

Gleiches gilt für die Mehrwertsteuer. Nehmen wir an, die einzelnen Sendungen kosten wieder jeweils 55 CHF. Auch hier werden die Sendungen separat betrachtet. Der Zoll setzt also nur 55 CHF als Basis für die Mehrwertsteuerberechnung an.

Die Mehrwertsteuer betrüge so mit einem Satz von 7.7% theoretisch 4.24 CHF. Da dieser Betrag jedoch kleiner ist als der Zollfreibetrag der Schweiz (5 CHF), werden auch in diesem Fall 0 CHF fällig.

Bitte beachten Sie auch hier die Mehrwertsteuerrevision! Sollten Sie mehr als 100.000 CHF in der Schweiz umsetzen, müssen Sie sich registrieren und ALLE Mehrwertsteuerbeträge abführen!

Wie richtig verzollen

Für die meisten Händler sind Konversions-, Empfehlungs- und Wiederkaufsrate sowie die Kosten pro Akquisition die wichtigsten Leistungskennzahlen (KPIs). 

Eine positive Gesamtkauferfahrung steht und fällt für die meisten Shopper mit der Qualität und dem Vertrauen in die Logistik des Anbieters. Dies trifft besonders im Cross Border E-Commerce zu und das umso mehr, wenn Verzollungsprozesse im Spiel sind.

Aus Shopper-Sicht sind vor allem die folgenden Punkte für ein gelungenes Einkaufserlebnis relevant: Lieferzeit, Art der Verzollung (DAP- vs. DDP-Verzollung), Lieferpünktlichkeit, Netzwerkinfrastruktur und Retouren-Lösung.

Speziell im Cross Border E-Commerce prüft der Shopper diese Faktoren vor Abschluss des Kaufs penibel auf Ihrer Seite!

Wie wirkt sich hier die Logistik auf Ihren Erfolg aus?

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Wir konzentrieren uns auf den wichtigsten Punkt für Ihren Export in die Schweiz – auf die Verzollung. Mit der optimalen Verzollung laut den Zollbestimmungen in der Schweiz steht und fällt Ihr erfolgreicher Cross Border E-Commerce Handel in die Eidgenossenschaft.

Zum einen begeistern Sie durch ein kundenfreundliches Verfahren zur DDP Verzollung Ihre Schweizer Kunden und motivieren diese dazu, Sie weiterzuempfehlen, oder erneut zu kaufen.

Zum anderen heben Sie sich schon während der Kundenakquise mit Ihrer Logistik für DDP in der Schweiz von der Konkurrenz ab. 

So funktioniert die Verzollung in die Schweiz

Eine DAP-Verzollung können Sie sogar ohne IT durchführen. In der einfachsten Version wird lediglich ein sogenanntes CN23 Dokument auf die Sendung aufgebracht.

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Anhand dieses Dokuments kann der Postmitarbeiter bzw. der Zollbeamten die Inhalte der Sendung identifizieren und entsprechend verzollen nach den Schweizer Bestimmungen. Neben einer kurzen Produktbeschreibung müssen Sie auf dem CN23 weitere zollrelevante Daten eintragen. 

Das CN23 können Sie auch als Vorlage erwerben und per Hand ausfüllen. Dieses einfache Vorgehen eignet sich für Händler, die nur wenige Sendungen in die Schweiz verschicken. Bei der professionellen Variante wird ein Versandlabel gedruckt, das gleichzeitig auch das erwähnte CN23 Dokument darstellt:

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Durch entsprechende Schnittstellen mit Ihrem Webshop lassen sich die relevanten Zollinformationen zu den bestellten Artikeln automatisch beim Druck des integrierten CN23 Labels einfügen. Damit das klappt, müssen Sie die nötigen Informationen in Ihrem PIM (Product Information Management) hinterlegen. Dieses Vorgehen ist für wettbewerbsstarke Händler ein Muss, da es die Produktionskosten im Fulfillment spürbar verringert.

DDP Verzollung mit Schweizer Bestimmungen

  • Bei dieser Variante führen Sie zwei Verzollungsprozesse durch. Da Sie Waren aus Ihrem Exportland ausführen, fällt eine Ausfuhrverzollung und bei der anschließenden Einfuhr in die Schweiz eine Einfuhrverzollung an. Für die Ausfuhrverzollung reichen meist eine Handelsrechnung sowie eine Sammelausfuhrverzollung. 

 

Ihre Aufgaben bei der Abwicklung des Einfuhrzolls in die Schweiz mittels Incoterms DDP Verzollung bzw. kommerzieller Verzollung: 

Dabei müssen Sie die verzollungsrelevanten Informationen an einen Zollagenten übermitteln. Dieser Zollagent wird durch eine Spedition gestellt; er kann aber auch ein separater Dienstleister sein.

Der Verzoller verwendet Ihre Daten, um die Waren zollkonform einzuführen. Dabei gibt es verschiedene Varianten.

Zudem können Sie Ihre Waren auch beim Grenzübertritt verzollen, oder – und das ist die bessere Variante - während Ihre Waren auf dem Weg in die Schweiz sind. 

Bei dieser Vorgangsweise sind zwei Dinge wichtig:

  1. Die Übertragung Ihrer Daten via CSV-File oder API-Schnittstelle
  2. Die zeitgerechte Kommunikation mit allen Beteiligten, bei der Sie Ihre Warensendungen vorankündigen. Dafür reicht eine E-Mail mit den Sendungsinformationen an die beteiligten Dienstleister – also z.B. wann die Ware kommt und in welcher Menge.

Verzollen mit Köpfchen: Chancen und Herausforderungen

Überschreiten der Wert und die Versandkosten Ihrer Warenkörbe häufig den Zollfreibetrag für die Schweiz? Dann sollten Sie über eine Investition in DDP-Logistik nachdenken!

Wenn Sie Zoll und Mehrwertsteuer für Ihre Schweizer Kunden übernehmen, bringt das Ihnen in Sachen E-Commerce Große Vorteile. Sie werden feststellen, dass Ihr Unternehmen und Ihre KPIs davon enorm profitieren. 

Das gilt für alle Transfers, für die die Zollbestimmungen in der Schweiz gelten:

  • für die Verzollung zwischen Deutschland und der Schweiz
  • für die Verzollung zwischen der Schweiz und Deutschland
  • für die Verzollung zwischen Österreich und der Schweiz
  • für die Verzollung zwischen der Schweiz und Österreich

„Verzollung inklusive“ bietet Ihnen folgende handfeste Vorteile:

  • Potenzielle Kunden klicken eher Ihre Ads an, wenn Sie versprechen, dass der Einfuhrzoll in die Schweiz und die Mehrwertsteuer schon inkludiert sind.
  • Potenzielle Käufer Schließen eher einen Kauf ab, wenn Sie ihnen bei ihrer Einkaufstour auf Ihrer Site ständig versichern, dass die Zölle und die Mehrwertsteuer in der Schweiz bereits im Kaufpreis enthalten sind.
  • Käufer kaufen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein weiteres Mal, wenn sie nicht wie gewohnt Zölle und Mehrwertsteuer an der Haustür bezahlen müssen.
  • Ihre Käufer empfehlen Sie deutlich häufiger an Familie und Freunde weiter, wenn sie bei Lieferung nicht wie sonst üblich Zölle und Mehrwertsteuer entrichten müssen.

Lassen Sie sich überraschen, wie einfach sich lästige Zollformalitäten in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln lassen!

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