Cross Border E-Commerce:

So exportierst Du kostengünstig nach Europa.

Cross Border E-Commerce

Bei einem internationalen Versand musst Du Dir über eines im Klaren sein - das von Dir gewählte Logistiksetup hat einen noch wesentlich höheren Einfluss auf Deine E-Commerce KPI’s als im nationalen Versand!

Diese Tatsache trifft insbesondere im Schweizer Kontext mit Verzollungsprozessen zu.

  • Eine schlechte Verzollungs-, Liefer und Retourenerfahrung wird sich negativ auf Deine Empfehlungs- und Wiederkaufsrate auswirken
  • Eine nicht gegebene lokale Retourenlösung wird Deiner Conversion nicht helfen. Cross Border Shopper scheuen internationale Retouren wie der Teufel das Weihwasser – insbesondere, wenn sie die Waren in die Schweiz zurücksenden und somit verzollen müssen
  • Umgekehrt kannst Du einen guten Verzollungs- und Lieferservice proaktiv auf Deiner Seite und in Deinen Werbemassnahmen bewerben – und so Deine Conversionrate optimieren.

In diesem Blog wirst Du einen Überblick über die wesentlichen Logistikaspekte zum Versand und der Verzollung erlangen. Zudem verraten wir den ein oder anderen Tipp und verlinken auf Blogartikel, die sich mit einzelnen Themen im Detail auseinandersetzen. Falls Du jetzt schon konkrete Fragen zum Import oder Export hast, kannst Du Dich gerne über das Beratungsformular melden. 

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Verzollung - das A und O im Cross Border E-Commerce


DDP vs. DAP

Bitte was? Keine Angst, wir erklären Dir die Begriffe in Kürze. Fürs bessere Verständnis vorerst aber gleich noch einen weiteren: Incoterms. Man kennt den Begriff aus dem traditionellen Handel, er definiert die Spielregeln resp. die Zahlungs- und Liefermodalitäten.

Es existieren momentan elf verschiedene Incoterms (Incoterms 2010). Für den E-Commerce sind aber nur zwei Incoterms von Bedeutung: DDP und DAP.

DDP-Keine-Bezahlung-an-der-Haustüre

DAP steht für Delivery at Place (geliefert am Ort). Das bedeutet:

  • Bei einer Lieferung auf Basis DAP ist der Verkäufer für die Lieferung der Ware inklusive Transportkosten bis zum benannten Bestimmungsort beim Käufer zuständig. Ausdrücklich ausgenommen sind die Kosten für die Durchführung sämtlicher erforderlicher Einfuhrformalitäten. Diese werden vom Käufer getragen. Daher sind sämtliche Abgaben, die im Zusammenhang mit der Einfuhr im Bestimmungsland stehen, durch den Käufer resp. Empfänger zu entrichten.

Was bedeutet das für den ausländischen Kunden? Wenn die Mehrwertsteuer und der Zoll über den Freigrenzen liegen, müssen sämtliche Abgaben bei Entgegennahme der Sendung an der Haustüre bezahlt werden.

Ist der Empfänger bei der Zustellung nicht anwesend oder der ausstehende Betrag kann nicht beglichen werden, wird eine Abholunseinladung der Sendung hinterlassen.

  • Profi-Tipp:
    Wenn das Incoterm bei der Bestellung im Onlineshop nicht klar ist, werden Deine Kunden zu Recht verärgert sein!  

 

DDP Logistik: Die kundenfreundliche Verzollung

  • Bei einer Lieferung auf Basis DDP (Delivered Duty Paid / Geliefert verzollt) muss der Verkäufer die Ware auf eigene Kosten und Gefahr bis zu einem Bestimmungsort im Importland liefern und dabei alle anfallenden Formalitäten erledigen sowie neben allen Kosten auch alle Einfuhrabgaben tragen. DDP entspricht inhaltlich DAP plus Zoll- und Steuerabwicklung.

 

Was bedeutet das für den ausländischen Kunden? Ganz einfach: Er muss beim Empfang der Sendung nichts mehr bezahlen, die Ware wird wie eine nationale Lieferung zugestellt.
 
Bei dieser Variante lässt der Versender die Ware von einem Partner wie der Post in der EU verzollen. Danach fallen keine weiteren Zölle oder Mehrwertsteuer mehr an. 

 

Mit DAP günstig ins Ausland senden

Um Deine Kosten zu senken, kannst Du Deine Sendungen auch ohne eine Verzollungslösung verschicken (also per Incoterm DAP).

Wie bereits erwähnt, bezahlst Du als Absender lediglich die Transportkosten, der Empfänger hingegen allfällige Zölle, Mehrwertsteuer und Gebühren.

Aber Achtung: Genau das führt oft zu Kundenreklamationen und das billige Versenden wirkt sich negativ auf Deine Empfehlungs- und Wiederkaufrate aus. Daher empfehlen wir im internationalen Warenversand jeweils eine Verzollungslösung (DDP) zu nutzen. 

 

DDP Verzollung: einfach für Dich, angenehm für Deine Kunden 

Entscheidest Du Dich für die Versandlösung der Post, kannst Du automatisiert die Adresslabels erstellen und die verzollungsrelevanten Daten eingeben – und schon ist Deine Sendung bereit für die EU.

Dein Kunde weiss, womit er wann rechnen kann, weil die Sendungen wie eine Inlandsendung zugestellt werden. Unzählige PUDOs (Pick-up and Drop-off) stehen ihm zur Verfügung, und er profitiert von allen Services der lokalen Postgesellschaft.

 

So sparst Du Geld mit der DDP Verzollung

Die einzige Voraussetzung für diese Lösung ist eine Registrierung in der EU. 

Damit Du der EU die nötigen Daten zusenden kannst, braucht es eine IT-Integration – je nach Shopsystem eignet sich dazu eine andere Lösung. Die Post bietet ein Web-Interface oder eine direkte Anbindung ans Post-System an.

Das hört sich komplizierter an, als es ist – mit dem richtigen Partner sparst Du dadurch nämlich Zeit und Geld. 

Hier zum Optimizer

So verschickst Du Deine Waren kostengünstig nach Europa

Es gibt diverse Versandarten zum Beispiel als Frachtversand, als Expresskuriersendung oder auf dem Postweg.

Die Versandart hängt primär von der Beschaffenheit der Ware ab. Wie gross ist sie? Und wie schwer? Zudem spielen die Kundenbedürfnisse eine grosse Rolle.

Ist die Zustellung dringend? Falls ja, eignet sich dafür ein Kurierdienst. Dieser verzollt die Sendung privat und liefert innerhalb von ein bis zwei Tagen. Aber Achtung: Diese Versandart kann teuer werden und ist oft im Verhältnis zur Ware nicht zu rechtfertigen.

Welchen-Versandkanal-ist-der-richtige?

Für sehr schwere Cross-Border-E-Commerce-Sendungen (über 30 kg) eignet sich ein Frachtversand am besten. Er nützt günstige Kanäle wie beispielsweise die Seefracht.

 

Versand per Post: günstig, zuverlässig und individuell

E-Commerce-Sendungen machen einen grossen Teil der postalischen Exportsendungen aus – und er nimmt laufend zu. Die Gründe liegen in den vielen Vorteilen des Postwegs.

Er ist unter anderem günstig und zuverlässig. Zudem wird der grösste Teil der globalen E-Commerce-Sendungen durch lokale Postgesellschaften zugestellt. Das hat dazu geführt, dass sich Postgesellschaften – wie auch die Schweizer Post – weltweit weiterentwickelt haben. Sie bieten einen Rundum-Topservice an. 

Was aber, wenn ein Kunde mit dem bestellten Produkt nicht zufrieden ist oder es ihm schlicht nicht gefällt? Auch dafürgibt es eine Lösung. Und zwar eine, bei der sämtliche PUDOs (Pick-up und Drop-off) ganz einfach und praktisch genutzt werden können. Hier erfährst Du mehr über Dein Retourenmanagement.


Du entscheidest, wie Du versendest

Die Post ist mit ihrem grossen Netzwerk und der ausgeklügelten Infrastruktur ein attraktiver Versandkanal im Cross Border E-Commerce. Nutze ihn!

Inzwischen werden im günstigen und schnellen Briefkanal immer weniger Briefe verarbeitet, dafür umso mehr Kleinwaren. Der Fokus auf E-Commerce ist eindeutig, deshalb bieten Postgesellschaften gemeinsam günstige Zustellpreise und innovative Lösungen an.

Ein Blick in den Optimizer 4.0 und Du weisst, was Dein Versand kostet.

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Beim Standardversand entscheidest Du, wie schnell und zu welchem Preis Deine Sendungen spediert werden.

Wenn es schnell gehen muss, wählst Du den Priority-Kanal. Dabei können innerhalb von Europa die meisten Lieferungen innert zwei bis drei Arbeitstagen zugestellt werden – das gilt übrigens auch für Pakete.

Wenn es nicht so pressiert, ist der Economy-Kanal die richtige Lösung für Dich. Dieser ist günstiger als Priority, die Zustellzeit beträgt durchschnittlich fünf bis sieben Arbeitstage in Europa.

Auf folgender Grafik siehst Du die Laufzeit Erwartungen von Europäischen Konsumenten:

Lieferzeit-Cross-Border-E-Commerce

Quelle: Shopper Survey 2018 von IPC

 

Optimiere Deine Exportkosten

Per Briefkanal versendest Du eindeutig am günstigsten. Er wird im E-Commerce fleissig genutzt, egal ob Import oder Export. So preiswert versendest Du sonst nirgends!

Damit Du ihn nutzen kannst, gilt es als Erstes zu unterscheiden, ob es sich um einen Brief oder ein Paket handelt. Nichts einfacher als das: Kleinwaren bis zu 2 kg werden über den Briefkanal verschickt, sind sie schwerer über den Paketkanal.

Aber wann ist eine Kleinwarensendung ein Brief? 

  • Masse Kleinwarensendung:
    - Länge+Breite+Höhe = max. 90 cm, keine Ausdehnung über 60 cm
    - Rollen: Länge+zweifacher Durchmesser = max. 104 cm, Länge max. 90 cm
    - Gewicht in jedem Fall max. 2 kg 

 

Wichtig für Dich: Sobald Du Ware verschickst, musst Du wissen, welche Zolldeklaration angebracht werden muss. Bedenke, dass im Briefkanal die Sendungen nicht automatisch eingeschrieben verschickt werden.

Wenn Du den Standardversand der Post wählst, kannst Du Deine Sendungen für CHF 6.— per Einschreiben schicken. Damit ist gewährleistet, dass Deine Ware bis zu CHF 150.— versichert und verfolgbar ist.

Wiegen Deine Sendungen mehrheitlich über 2 kg, werden sie als Pakete versendet. Das ist weltweit bis zu einem Gewicht von 30 kg möglich. Diese Pakete sind automatisch bis CHF 1000.— versichert und tragen immer eine internationale Sendungsnummer.

Diese kann im Track & Trace verfolgt werden. Hier warten die Experten auf Dich.


Die richtige und günstige Verpackung wählen beim Versand ins Ausland

Klar ist: Anders als bei vielen Kurier- und Frachtsendungen bestimmt im Postkanal primär das Gewicht den Preis. Hier deshalb ein weiterer Spartipp, damit Du möglichst günstig ins Ausland versendest:

Wiegt Deine Sendung weniger als 2 kg, kannst Du die Verpackung so wählen, dass sie die Maximalmasse des Maxibriefs nicht übersteigen. Bitte achte darauf, dass Du die Verpackung dem Inhalt anpasst.

Optimal ist eine innere und eine äussere Verpackung mit einem Verschluss. Sie soll widerstandsfähig sein und den Inhalt vor Stössen und Druck schützen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

verpackungsgesetz-Deutschland

Seit dem 1. Januar 2019 ist das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Deutschland in Kraft.

Schweizer Onlinehändler müssen sich deshalb für den Versand nach Deutschland in einem Verpackungsregister registrieren. Das geht so:

  • Login aktivieren
  • Im Verpackungsregister anmelden (Branche und Produktgruppe wählen)
  • Registrierung an einem dualen System vornehmen
  • Datenmeldung an die zentrale Stelle

 

Sendungsverfolgung ist eine Selbstverständlichkeit

Wird eine E-Commerce-Bestellung verschickt, ist es selbstverständlich, dass sie eine Sendungsnummer bekommt und Du diese dem Kunden mitteilst. Kunden wollen sicher sein, dass die Bestellung bearbeitet wurde und die Sendung unterwegs ist.

Sie möchten wissen, welchem Carrier sie übergeben wurde, wo sich das Paket befindet und wann es im Bestimmungsland eingetroffen ist. Laut Shopper Survey von IPC (2018) ist für den Endkunden der Scan «Sendung in der Zustellung» der wichtigste.

Aber auch Sendungsaufgabe und die Zeit zwischen Bestellung und Sendungsaufgabe sind wichtige Faktoren und können entscheidend sein für die Kundenzufriedenheit. Tipp: Oftmals werden Sendungen schlecht getrackt, und die Kunden beklagen sich zu Recht.

Die Wahl des Carriers ist deshalb ebenso wichtig wie die gewählte Versandoption. Die Sendungen der Post können selbstverständlich auf dem Track & Trace auf der Post-Website getrackt werden.

 

Retouren Management ist ein Schlüsselfaktor - Keiner kauft die Katze im Sack

Kunden, die keine Möglichkeit haben, die bestellte Ware bei Nichtgefallen zu retournieren, brechen den Bestellungsvorgang meistens ab. Deshalb ist eine einfache und bequeme Retournierungsmöglichkeit elementar.

Die meisten Shopper erwarten gemäss der Studie “Shopper Survey” von IPC (International Postal Cooperation), dass sie Produkte gratis mit einer vorbereiteten Etikette retournieren können.

Verschickst Du allerdings Deine Sendung per Kurier, kann das Retourenhandling schnell mal kompliziert werden. Mit der Retourenlösung der Post können die Retouren an jeder Post-Annahmestelle weltweit aufgegeben werden.

Grundsätzlich entscheidest Du, was Du für Dich und Deine Kunden möchtest. Die Post hilft Dir dabei, eine für Dich perfekte Lösung zu finden. Eine, die Dir zudem zufriedene Kunden beschert.

Günstiger Versand und glückliche Kunden

In unserer digitalen Zeit werden Wertschöpfungsketten transparenter. Nichts ist einfacher, als schlechte Erfahrungen und Unzufriedenheit mit anderen zu teilen. Innert kürzester Zeit können sie via Foren oder Social Media verbreitet werden. Bad Publicity kann ein Geschäftsmodell killen – sei es noch so gut.

Andererseits kann sich Good Publicity ebenso schnell viralisieren und andere anstecken – weltweit! Nutze diesen Fact! Wenn Du Deine Kunden begeisterst, begeisterst Du schnell eine ganze Community, was sich positiv auf Dein Business auswirkt.

Nehmen wir als Beispiel die Logistik – sie spielt eine Schlüsselrolle im E-Commerce. Wir zeigen Dir mit diesen Informationen, wie Du Deine Kunden von Deinem Onlineshop restlos überzeugen kannst.

Welche weiteren Gefahren aber auch Chancen auf Dich warten,  erfährst Du in unserem Blog: Cross Border E-Commerce Chancen und kalkulierbare Risiken.

 

So steigerst Du die Kundenzufriedenheit

Deine potenziellen Kunden haben die gewünschten Produkte im Onlineshop gefunden. Investiere jetzt in die Customer Experience.

Ein prägnanter, stimmiger Produktebeschrieb mit allen wichtigen Infos, die Verfügbarkeit und der Versand sind dabei die Erfolgsfaktoren. Gehe die einzelnen Schritte der Customer Journey sorgfältig durch und optimiere sie möglichst ganzheitlich.

Als Logistikdienstleisterin hat die Post Tipps und Tricks auf Lager, die Dir dabei helfen. Zur Logistik gehören Versand, Incoterms (internationale Regeln) und die Retouren. Wie Du das Beste für Deine Kunde herausholen kannst, erfährst Du in unserem Blog.

So-steigerst-du-deine-Kundenzufriedenheit

Das möchten Deine Kunden:

  • verschiedene Versandoptionen. Sie wollen selbst entscheiden, ob sie eine Express-Lieferung wünschen (dafür sind sie auch bereit, mehr zu bezahlen);
  • moderate Versandpreise (im Idealfall bereits im Produktpreis inbegriffen);
  • unmittelbar nach Bestellungsaufgabe eine Sendungsnummer erhalten (bei Bestellbestätigung ausgelöst oder bei der Verarbeitung nachgesendet);
  • jederzeit im Track & Trace überprüfen können, wo sich die Sendung befindet.
  • übersichtliche Total-Landed-Kosten (Gesamtpreis einer Bestellung).

Hier kurz aufgelistet, was die Total-Landed-Kosten beinhalten: 

  • Gesamtpreis einer Bestellung
  • Transport- und Lieferkosten vom Versender bis zum Empfänger
  • Allfällige Zölle 
  • Mehrwertsteuer des Bestimmungslands
  • Verzollungsgebühren 
  • Versicherung
  • Wechselkurs
  • Handling und Payment Fees

    Die Gesamtkosten sind nicht nur im Check-out-Prozess wichtig, sondern auch bei den Versandkonditionen. Hast Du Deine Kunden erst mal mit unklaren Bedingungen verärgert, werden sie vermutlich nicht mehr bei Dir bestellen. Oder, noch schlimmer, sie verweigern die Zustellung, und Dir blüht ein Minusgeschäft.


Auf uns kannst Du zählen

Brummt Dir vor lauter Infos jetzt der Kopf? Alles halb so wild! Unser Verkaufsteam nimmt sich Zeit für Dich, erklärt Dir in Ruhe alle Möglichkeiten und hilft Dir, die für Dich perfekte Lösung zu finden. Unsere IT-Integratoren sind Profis und unterstützen Dich bei der Anbindung und beim Testing – kostenlos.

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Starte ganz nach dem Motto «Probieren geht über Studieren» und Du wirst schnell sehen, wie einfach sich Kunden begeistern lassen.

Moderate Preise und zuverlässige Zustellung überzeugen nämlich immer.